Der beste Sport der Welt

Wie erwähnt haben uns mal mit den Gründen beschäftigt, warum jeder Eishockey lieben muss, und ein paar davon bringen wir in loser Folge.

Eishockey ist ganz eindeutig der beste Sport, denn…
…es gibt Massenschlägereien.

Leider ein wenig aus der Mode gekommen, aber immer wieder gerne gesehen: die Massenschlägerei. Gewalt ist ein nicht unerheblicher Teil des Eishockeys. Die Krönung der körperlichen Ertüchtigung ist die Prügelei auf dem Eis. Kenner unterscheiden hier zwischen einem „line brawl“ und einem „bench clearing brawl“. Während bei einem „line brawl“ alleine die derzeit auf dem Eis befindlichen Spieler in engen Körperkontakt gehen, ist ein „bench clearing brawl“ eine nochmalige quantitative Steigerung, die anschließend die Spielerbänke verwaist zurücklässt. Es wurde von den Autoren bereits beobachtet, dass Trainer gezielt die Bandentüren öffnen lassen, um die aktiven, in einer Auseinandersetzung verwickelten Spieler auf dem Eis durch die Reserve zu unterstützen – ein Signal, das von jedem Aktiven auch ohne Worte verstanden wird.

Aber selbst wenn nur zehn Feldspieler in Auseinandersetzungen verwickelt sind, ist es stets herrlich anzusehen, wie zwei Linesmen verzweifelt versuchen, immer wieder neu aufflammende Konfliktherde zu befrieden. Eine Aufgabe, die bereits im Ansatz zum Scheitern verurteilt ist, ähnlich wie dies bei einigen UNO-Missionen zu beobachten war. Derweil hat der (oder haben die) Hauptschiedsrichter die ehrenvolle Aufgabe, den Überblick zu behalten und jedem Spieler die Strafe zukommen zu lassen, die er verdient. Da einige Auseinandersetzungen durchaus einige Minuten andauern können, hat dies teilweise bizarre Strafverteilungen zur Folge, die aber oft dazu führen, dass die Straf- voller sind als die Auswechselbänke. Gut vorbereitete Athleten haben für solche Fälle immer ein Kartenspiel zur Hand!

Während bei Aktiven und Zuschauern also massenweise Adrenalin freigesetzt wird, ist dabei auch immer zu beobachten, dass der Ehrenkodex eingehalten wird. Hier gilt, dass vor allem Mann gegen Mann gekämpft wird. Verstöße gegen diese Regel haben unweigerlich das Eingreifen weiterer Spieler zur Folge, bis das zahlenmäßige Gleichgewicht wieder hergestellt ist – auch bekannt als Rudelbildung. In der US-Liga gilt zudem ein zusätzlicher Schutz der Starspieler, die in einem solchen Fall von einem speziell ausgebildeten Experten vertreten werden.

Ein weiterer Vorteil für den interessierten Fan ist neben dem Entertainment die Möglichkeit, Einblicke in die Ausrüstung der Spieler zu gewinnen. Mit zunehmender Dauer nimmt die Zahl der Gegenstände auf dem Eis zu. Zum Glück für das Seelenheil aller Beteiligten wurden dabei noch nie Unterhosen gesichtet.

Sind die Gemüter nach ausreichendem Austausch der Argumente herunter gekühlt, beginnt die spannende Zuordnung der Ausrüstung zu jedem Spieler. Hier greift oft das Phänomen „Socke in der Waschmaschine“. Irgendwas fehlt immer. An dieser Stelle sei eine Verschwörungstheorie aufgestellt: Nach Meinung einiger Fans wurden solche Massenschlägereien zum Zwecke der Ausrüstungsbeschaffung schon bewusst angezettelt, besonders verbreitet im Amateurbereich.

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