Der beste Sport der Welt

Wie erwähnt haben uns mal mit den Gründen beschäftigt, warum jeder Eishockey lieben muss, und ein paar davon bringen wir in loser Folge.

Eishockey ist ganz eindeutig der beste Sport, denn…
…das Powerplay bietet besonders viel Action.

Das Powerplay ist ein besonders schöner Teil des Eishockeys. Da reicht schon ein Blick auf den Begriff, um Gefallen daran zu finden, von der Spielsituation gar nicht zu reden. In den einzelnen Teilen des Wortes stecken zwei Versprechen, die in aller Regel auch bei Eintreten erfüllt werden:

Unter dem sprachlichen Aspekt kann schon das Präfix „Power“ überzeugen. Kein lascher Kram, kein lasches Geplänkel oder Gedaddel wird angekündigt, sondern kraftvoll, mit starkem Einsatz geht es zur Sache. Auf dem Eis ist Action zu erwarten und keine Ruhepause. Das „Play“ zeigt an, dass es nicht die Zeit zum Taktieren oder für strategische Finten ist. Hier steht das Spielen im Vordergrund, speziell das Spiel aufs Tor und der Abschluss. Da muss also was los sein auf dem Eis!

Wer möchte da noch von Überzahl bzw. Unterzahl sprechen? Doch was genau ist dann eigentlich los? Nun, wenn ein Spieler auf der Strafbank landet, ist die Rede von eben diesem Powerplay. Tritt ein solches ein, brennt das gegnerische Team tatsächlich ein wahres Feuerwerk in der Angriffszone ab – Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Dann läuft der Puck schnell hin und her, die Verteidiger werden schwindelig gespielt und das Reaktionsvermögen des Torhüters ausgiebig geprüft. Und bitte keine hinkenden Vergleiche, Rot im Fußball ist nichts dagegen, da fällt der fehlende Spieler kaum ins Gewicht.

Doch das Powerplay ist kein Selbstläufer, die Mannschaft hat zunächst in die Aufstellung zu finden, was nicht ganz unproblematisch ist, denn natürlich versucht der Gegner sämtliche Bemühungen zu stören. Insbesondere die Blue Liner wollen in Stellung gebracht sein, um aus dem Hintergrund Gefahr auszustrahlen. Und dann sind da noch ausgefallene Varianten wie vier Stürmer und ein Verteidiger, um noch mehr Druck auf das Tor zu erzeugen.

Neben dem gewöhnlichen Powerplay, wenn lediglich ein Spieler seine zwei Minuten auf dem Eis fehlt, gibt es zwei besondere Varianten: die doppelte Überzahl, wenn mehrere Spieler zugleich sitzen, und die fünf Minuten Strafe. Beide bringen eine extra Portion Pfeffer ins Spiel, wobei die fünfminütige Variante besonders wertvoll ist, sie verfällt bei einem Torerfolg nicht und es bleibt der Vorteil bestehen.

Zahllose Dramen haben sich im Powerplay schon abgespielt (sic!): Da waren die Mannschaften, die nur einen Treffer vom Weiterkommen entfernt sind und deren Hoffnung in diesem Moment schlagartig wuchs. Oder der aufopferungsvolle Kampf, wenn eine stark verletzungsgeschwächte oder einfach grundsätzlich unterlegene Mannschaft die knappe Führung bei 3:5-Unterzahl verteidigt. Da wird sich in Schüsse geschmissen ohne Rücksicht auf Schmerzen oder spätere körperliche Gebrechen. Weitere Szenarien mag sich der Leser ausmalen, klar ist, je wichtiger das Spiel, desto höhere Bedeutung hat das Powerplay.

Doch das alles ist natürlich dahin, wenn sich ein Spieler aus dem Team in Überzahl ein Foul leistet. Es wird gemunkelt, dass beim Spiel vier gegen vier dann die technisch überlegene Mannschaft im Vorteil sei…

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