Wie erwähnt haben uns mal mit den Gründen beschäftigt, warum jeder Eishockey lieben muss, und ein paar davon bringen wir in loser Folge.

Eishockey ist ganz eindeutig der beste Sport, denn…
…denn es gibt das empty net goal.

Das Eishockey hat viele Eigenarten zu bieten, eine der schönsten taktischen Finessen ist dabei das sogenannte empty net, möglicherweise gelegentlich auch als „leeres Netz“ übersetzt.

Ist ein Spiel knapp und liegt eine Mannschaft zurück, so kann sie sich mit diesem Kniff unter Umständen einen Vorteil verschaffen und sich zurück ins Spiel bringen. Zu verlieren gibt es nichts. Zu jedem beliebigen Zeitpunkt kann der Trainer sich entschließen – es gab Vertreter dieser Art, die machten davon ausgiebig und früh Gebrauch – auf den Torhüter zu verzichten und an seiner Stelle einen sechsten Feldspieler auf das Eis zu schicken.

In zwei Paradebeispielen wird der Torhüter gerne herausgenommen, bei angezeigter Strafe, in diesem Fall fährt der Goalie schon von selbst zur Bank, und in den Schlussminuten eines Spiels, wenn es die letzte Chance scheint, noch etwas zu bewegen. Praktisch kann es auch sein, wenn der Gegner ohnehin schon in Unterzahl ist. Es gab Trainer, die über Minuten und Drittel hinweg ohne Torhüter spielten, manchmal mit Erfolg, manchmal nicht.

Ist der Entschluss jedenfalls gefasst, geht es zur Sache, sechs Spieler versuchen zu richten, was vorher nicht möglich schien, das Eis brennt, die Schüsse schlagen nur so in die Bande hinter dem Tor ein. Oder hoffentlich im Kasten selbst. Ein beliebter Ruf der Fans lautet daher auch: „Nimm den Torhüter raus!“ Dies kann natürlich auch Kritik an eben diesem sein, das ist der Situation abzulesen.

Doch dieser mutige, bisweilen auch verzweifelte, Versuch ist auch mit hohem Risiko verbunden, denn oft gelingt es gerade der anderen Mannschaft das Tor zu machen. Und dann ist vom sogenannten „empty net goal“ oder kurz ENG die Rede. Für die eine Mannschaft sehr frustrierend, für die andere sehr erleichternd, ist das Spiel damit meist entschieden.

Auch wenn es zuvor noch auf des Messers Schneide stand, kehrt der Torwart üblicherweise zurück in seinen Kasten. Offensichtlich sind deshalb Ergebnisse mit zwei Toren Unterschied sehr häufig. Für den Zuschauer ergibt sich ein ganz eigener Nervenkitzel, da alle Pucks die in das Drittel des leeren Tors kommen, für Herzstillstand sorgen. Auch wenn sie vorbei gehen, verfolgen alle Augen das Spielgerät in diesem Moment.

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