Das jährliche Treffen aller 30 General Manager der NHL-Teams in Naples, Florida wurde überschattet von der Diskussion um das “Fighting”. Andere, unlängst vorgeschlagene Regeländerungen rückten somit in den Hintergrund. Nach dem Tod eines Spielers in der Ontario Hockey League, der während eines Kampfes ungeschützt mit dem Kopf auf das Eis prallte, wurde der öffentliche Druck zu groß und man war förmlich gezwungen, einen Beschluss auf den Weg zu bringen.
Als Ergebnis erhielt man einen Kompromiss, der nun von zwei Institutionen bestätigt werden muss. Danach sollen
- sog. “staged fights” unmittelbar nach einem Bully mit einer 10-Minutenstrafe geahndet werden,
- die Verursacher härter als bisher mit der “Instigator”-Strafe bedacht werden, insbesondere Spieler mit Visier am Helm sowie Spieler, die einen Check an einem Kollegen rächen wollen.
Die Entscheidung, ob ein Kampf inszeniert ist oder nicht, soll den Schiedsrichtern übertragen werden. (Eine wichtige Zahl: Von den ersten 500 Auseinandersetzungen wären nach den neuen Kriterien 226 inszeniert.) Nicht nur aus diesem Grund erfolgte die Reaktion betroffener Spieler wie Georges Laraque sehr schnell:
All of their recommendations are a joke! Stupidest thing ever! I think it’s a joke. They might as well take fighting out of the NHL…fighting won’t be safer; it will be eliminated because an added 10 minute misconduct is too much. (…) I’m trying to protect the other guys. I’m at the end of my career, for me it doesn’t matter. I’m for safety, but not the elimination of fighting and these recommendations are leading to that.
Ein Vorschlag der Spielervereinigung (NHLPA), die Checks gegen den Kopf, die in letzter Zeit immer wieder für Gesprächsstoff sorgten, stärker zu bestrafen, wurde von den GMs dagegen abgelehnt. Diese Forderung soll daher beim Treffen des “Competition Committee”, das im Juni stattfindet, erneut auf dem Tisch landen. Ebenso fordert der Vorsitzende der NHLPA, zukünftig erst nach fünf “Instigator-Penalties” statt wie bisher nach drei eine automatische Strafe von zwei Spielen zu verhängen.
Die Vorschläge müssen sowohl das Komittee, bestehend aus 5 Spielern, 4 GMs und einem Klubeigner, als auch das Governor Board passieren, um in der nächsten NHL-Saison wirksam zu werden.

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